„Ich brauche Feminismus, weil Frauen nicht nur die Hälfte des Himmels sondern auch die Hälfte aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens gehört. Solange das noch nicht erreicht ist, müssen Frauen und Männer parteilich darum ringen.“
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„Frauen können alles! Aber an vielen Stellen werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Unter Feminismus verstehe ich, diese Steine wegzuräumen und zu zeigen, dass Frauen wirklich alles können, nicht nur in der Theorie, sondern im Alltag, in der Praxis, im Leben. Dafür brauchen wir den Feminismus, und wer mitmacht, ist Feministin – oder Feminist – und herzlich willkommen.
Mein Ziel ist es, dass Frauen und Männer in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft frei und gleichberechtigt sind. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir starke Frauen und Männer, die sich für Gleichstellung einsetzen: gleiche Löhne für gleiche und gleichwertige Arbeit, gleiche Chancen auf Führungspositionen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, keine Gewalt, keine Diskriminierung.“
„Ich brauche Feminismus, weil emanzipative Männerpolitik im Engagement für gewaltfreie, fürsorgende und partnerschaftliche Leitbilder von Männlichkeiten und Väterlichkeiten nur im Dialog mit Feminismus Erfolg haben kann: Zusammen für Geschlechterdemokratie!“
„Ich brauche Feminismus, weil es noch kein besseres Wort für das Streben nach Gleichberechtigung aller Geschlechter gibt. Es gibt viele Feminismen: Manche meinen, Frauen seien die besseren Menschen. Das ist nicht mein Feminismus. Für mich ist eine Frage des Feminismus, wieso Frauen sich pinkifizieren lassen, was die Auswirkungen auf Jungen und Mädchen sind, und wer daran verdient.“
„Ich brauche Feminismus 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr solange weltweit jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt erlebt, solange wir über eine Milliarde Frauen und Mädchen sprechen (müssen), die vor den Augen aller geschlagen oder vergewaltigt werden (und das zu oft als „Kavaliersdelikt“ abgetan wird), solange Frauen noch immer nicht das gleiche Gehalt für die gleiche Arbeit erhalten wie ihre männlichen Kollegen, solange Frauen definitiv nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben wie Männer, trete ich für die Rechte – vor allem Bildung – von Mädchen und Frauen ein – weltweit. Wenn wir diese und weitere Missstände nachhaltig und dauerhaft beseitigt haben, werde ich mich als Feministin nicht zurücklehnen, dann fängt die weitere Arbeit erst an.“
